Sommerbedeckung

Die kurzen oder sommerlichen Begrünungen werden zwischen 2 Getreide angebaut. Die Auswahl der Begrünungen wird in Abhängigkeit vom geplanten technischen Ablauf, den Bedingungen des Feldes, der verfügbaren Ausrüstung, dem Preis, der Verfügbarkeit der Saatgut und den festgelegten Zielen getroffen.
Beschreibung
Die Sommerbegrünung wird vor/nach der Ernte schnell je nach Ausrüstung und Bedingungen ausgesät. Die Idee ist, direkt nach der Ernte des Wintergetreides zu säen, um von der restlichen Bodenfeuchtigkeit zu profitieren. Der Erfolg dieser Technik hängt jedoch von den sommerlichen klimatischen Bedingungen ab. Bei anhaltender Trockenheit kann die Begrünung scheitern. Die Investitionen sollten daher in Abhängigkeit von den lokalen pedoklimatischen Bedingungen überlegt werden.
Die richtige Mischung der Arten bestimmen
Die Wahl der Arten ist wichtig, um eine leistungsfähige Begrünung zu erhalten.
Für die kurze Zwischenfrucht empfiehlt sich eine Mischung, die Leguminosen und Arten enthält, die sich schnell entwickeln, eine gewisse Toleranz gegenüber Hitze besitzen und unterschiedliche Wurzelsysteme aufweisen.
Neben der Speicherung von Stickstoff ermöglicht die Zugabe von Leguminosen in der Begrünung auch die Aufrechterhaltung eines mittleren/geringen C/N-Verhältnisses der Begrünung (zwischen 10 und 20), was eine schnellere Freisetzung organischer Elemente nach der Zerstörung der Begrünung erlaubt, ohne eine Stickstoffmangel zu verursachen.
Die Wahl kleiner Samen erhöht die Chancen, die Begrünung erfolgreich anzulegen, da der Wasserbedarf für die Keimung geringer ist:
- Phacelia (2 kg/ha);
- Radies/Raps (2 kg/ha);
- Niger (1 kg/ha);
- Alexandrinischer Klee oder squarrosum (2 kg/ha);
- Lein (2 kg/ha);
- Sorghum (20 kg/ha);
- Vogelwicke (20 kg/ha);
- Senf (Sorte "Grün", später) (3 kg/ha);
- Bei Problemen mit Ray-Grass: zusätzlich 5 kg/ha Italienisches Ray-Grass einplanen.
Beispiel für eine mögliche Sommerbegrünungsmischung:
Phacelia (2 kg/ha) - Sonnenblume (4 kg/ha) - Futtererbsen (25 kg/ha) - Gemeine Wicke (10 kg/ha).
Wenn die folgende Kultur in der Fruchtfolge eine Frühjahrsfrucht ist, kann eine Aussaat von Übergangsbegrünung oder Doppelbegrünung sinnvoll sein, um eine maximale Dichte zu erreichen und die positiven externen Effekte der Begrünung optimal zu nutzen. In diesem Fall sind Winterarten erforderlich: Getreide (Triticale/Roggen oder Hafer), Leguminosen (Futtererbsen/Ackerbohnen/Wicken) und „kleine Samen“ in geringerem Anteil (Phacelia/Lein/Inkarnatklee).
Die Vorteile der Sommerbegrünung
Die kurzen Zwischenfrüchte, zum Beispiel zwischen 2 Weizen, spielen eine entscheidende Rolle bei der Ertragssteigerung. Versuche von Arvalis zwischen 1975 und 2016 zeigten eine durchschnittliche Ertragssteigerung von +2,9 % für den zweiten Weizen nach einer Begrünung im Vergleich zur Kontrolle ohne Begrünung.
Ergebnisse aus Versuchen
- Die Gräser in der Begrünung bringen durchschnittlich +1 % Ertrag;
- Die Kreuzblütler +3 %;
- Die Leguminosen und Mischungen mit Leguminosen +6 %.
Ein konkretes Beispiel:
- Für einen Weizen mit einem Ertragspotential von 70 q/ha entspricht eine Ertragssteigerung von 3 % 2,1 q/ha mehr;
Diese Zahlen verdeutlichen den oft von Landwirten angestrebten Aspekt des „Ertragsgewinns“.
Quellen
Welche Arten für die Sommerbegrünung aussäen? - AgroLeague